Schavuot 2013
Am 15. und 16. Mai
In der ersten Schavuot-Nacht ist es Brauch, die ganze Nacht wachzubleiben, um Tora nach dem Buch zu lernen. Eine Erklärung für diese Tradition ist, dass das jüdische Volk schlief, als G"tt am Morgen des 6. Siwan die Tora geben wollte und Er selbst sie wecken musste. Um diesen Lapsus zu korrigieren, bleibt man die ganze Schavuotnacht wach.
Zu Schavuot feiern wir die Gabe der Tora am Berg Sinai. Die Juden, die am Sinai standen, bestätigten ihren Bund mit G"tt, für sich und allen zukünftigen Generationen der Juden.
Mit dem Lesen der Zehn Gebote bestärken wir erneut unseren Bund mit G"tt und Seiner Tora. Eine zentrale Rolle beim Geben der Tora nahmen die Kinder ein. Als G"tt dem Volk Israel die Tora geben wollte, so erzählen unsere Weisen, forderte Er Bürgen für deren Einhaltung. „Unsere Kinder sollen unsere Bürgen sein“, diese sind exzellente Bürgen“.
Zu Schawuot ist es Brauch, milchige Speisen zu essen. Für diesen Brauch gibt es eine Reihe von Gründen:
Im Hohenlied Salomos wird die Tora mit Honig und Milch verglichen.
Das hebräische Wort „Chalaw“, Milch, hat in der Gematrie den Zahlenwert vierzig: Es erinnert an die vierzig Tage und Nächte, die Mose auf dem Berg Sinai zubrachte, bis er die Tora und die Gesetzestafeln erhielt, um sie Israel zu geben.
Vor der Toralesung am Schavuot-Fest werden in vielen Gemeinden die vier Kapitel des Buches Ruth gelesen.
Zu Schavuot wurde König David geboren, und an diesem Fest starb er auch. Aus dem Buch Ruth erfahren wir über seine Vorfahren, Ruth und ihren Mann Boas.
Das jüdische Volk unterlief am Berg Sinai einen Prozess, der einer „Konversion“ entspricht, als es die Gebote auf sich nahm.
Chag Schavuot Sameach
