16. Maccabiah vom 16. bis 23. Juli 2001 in Israel
Together towards the light - Gemeinsam aus dem Dunkeln ins Licht - Yachad el Ha`or
Maccabiah - ja oder nein?
Auch wenn viel darüber diskutiert wurde und die Maccabiah seitens der Organisatoren eigentlich schon für abgesagt erklärt, bzw. um ein Jahr verschoben wurde, die Maccabiah fand doch statt, allerdings in etwas verkürzter Form. Ursprünglich war die Maccabiah nämlich 4 Tage länger geplant, doch wegen der Unruhen in Israel, kurz vor der drittgrößten Veranstaltung, nach der Olympiade und den Paralympics, gab es viele Absagen von Teilnehmern weltweit. Aufgrund der reduzierten Teilnehmerzahl, mussten sogar verschiedene Disziplinen gestrichen werden.
Die Hoffnung auf schöne Spiele trübte sich bereits im Jahr 2000, nachdem sich die politische Lage immer weiter verschärfte! Sich häufende Anschläge mit Toten und Verletzten ließen Zweifel an der Durchführung der Maccabiah aufkommen.
In der ganzen Welt fragten sich Verantwortliche, kann unter diesen Umständen eine Maccabiah stattfinden? Auch Makkabi Deutschland war von diesen Überlegungen selbstverständlich nicht ausgenommen. Von Januar bis Mai 2001 gab es immer wieder widersprüchliche Aussagen, bis dann am 10. Juni 2001 eine außerordentliche Sitzung bei Maccabi Welt Union in Israel stattfand, zu der alle Präsidenten der verschiedenen Kontinente geladen waren, um zusammen mit den Verantwortlichen in Israel und wichtigen Politikern des Landes über die Maccabiah zu diskutieren.
Hier wurde nun mit großer Mehrheit entschieden, die 16. Maccabiah um 1 Jahr zu verschieben. Am 13. Juni 2001 wurde dann vom israelischen Botschafter Shimon Stein in der Synagogengemeinde Köln die Absage der Maccabiah mitgeteilt.
Nur zwei Tage später, am 15. Juni 2001 kam dann die überraschende Wende. Die israelische Regierung sah in der Maccabiah eine bisher nicht gekannte Bedeutung und übte "sanften Druck von oben" auf die Verantwortlichen von Maccabi Welt in Israel, einschließlich der Vertreter der verschiedenen Kontinente aus, um eine anders lautende Entscheidung zu erzielen, die dann lautete: Die Maccabiah findet statt!
Zu diesem Zeitpunkt war die Diskussion bei Makkabi Deutschland insoweit abgeschlossen, da man frühzeitig seitens des Präsidiums erklärt hatte, wenn eine Maccabiah stattfindet, wird Makkabi Deutschland in jedem Fall dabei sein! Diese Meinung entsprach der Mehrheit des Präsidiums, weil man insbesondere Solidarität mit dem Staat Israel bezeugen wollte.
Bei einer Dringlichkeitssitzung des Präsidiums mit den Abteilungsleitern 2 Wochen vor der Maccabiah wurden nochmals die letzten Einzelheiten besprochen. Dabei wurde auch nochmals erklärt, dass Makkabi Deutschland, entgegen einiger falsch zitierter Pressemitteilungen aus Israel, ihre Teilnahme an den Spielen nie abgesagt hatte. Bei einer Durchführung der Maccabiah stand die Teilnahme Makkabi Deutschlands immer fest. Was die Sportler, insbesondere die Jugendlichen betrifft, sollte jeder für sich, bzw. die Eltern mit ihren Kindern entscheiden, ob sie mitfahren wollen. Mit einem Brief hatte Makkabi Deutschland ihre Sportler auf eventuelle Risiken hingewiesen.
Dass dieser Entscheidungsfindungsprozess nicht ganz einfach verlief, zeigt sich an den beiden vorhandenen konträren Meinungen. Die eine, wie oben zitiert, Solidarität zum Staat Israel und keine Erpressung durch Terroristen, die andere, kann man insbesondere gegenüber den Kindern und Eltern die Verantwortung übernehmen, wenn etwas bei der Maccabiah passiert. Somit entschied man unter der Maxime, eine Delegation zur Maccabiah zu entsenden, jedem seine Entscheidung selbst zu überlassen.
Das Ergebnis war, dass nur 50 % der ursprünglich geplanten deutschen Delegation an der Maccabiah teilnahm, sodass anstatt den geplanten 130 Teilnehmern nur noch 60 Sportler und Funktionäre nach Israel flogen. Insbesondere nach dem Terroranschlag auf die Tel-Aviver Stranddisco Dolphin Anfang Juni 2001, bei dem 21 israelische Jugendliche von der Bombe eines Selbstmordattentäters zerfetzt wurden, sagten immer mehr Sportler ab.
Große Abteilungen, wie Basketball Herren, Fußball Herren, Fußball Jugend blieben zuhause. Immerhin gelang es noch eine Jugendfußballmannschaft für das Kleinfeldturnier nach Israel zu schicken, die mangels Übung auf diesem kleinen Platz zwar keine sportlichen Erfolge erzielte, aber trotzdem vom Makkabi-Spirit begeistert war.
Die 50 %-ige Teilnahme der Mannschaft entsprach auch fast dem Schnitt der Maccabiah-Teilnehmer insgesamt. Statt der geplanten weit über 6.000 Teilnehmer, waren diesmal nur rund 3.200 anwesend. Die Maccabiah wurde zwar deshalb von 11 auf 7 Tage verkürzt und von 31 auf 26 Disziplinen reduziert, war aber dennoch ein großer Erfolg.
Nicht vergessen werden, sollte der Einmarsch ins Teddy Kollek-Stadion in Jerusalem in einer "Gänsehaut-Atmosphäre", nachdem noch kurz zuvor bekannt wurde, dass ein Anschlag in der Nähe des Stadions vereitelt worden war. Ministerpräsident Sharon begrüßte die Teilnehmer und betonte die Wichtigkeit der Zusammengehörigkeit auf der Basis "Am Echad" (ein Volk).
Alle Teilnehmer bekamen ein unvergessliches Gefühl. Viele Israelis zeigten ihre Dankbarkeit für die Teilnahme. Selten hatte man erlebt, beim Tragen des Makkabi Deutschland-Trikots in der Öffentlichkeit, Schulterklopfen zu erhalten. Diesmal war es an der Tagesordnung!
Es bleibt zu hoffen, dass die 17. Maccabiah 2005 in einer friedlichen und sportlichen Atmosphäre stattfinden kann.
Solidarisch und Erfolgreich
Bereits zwei Tage vor der eigentlichen Maccabiah traf sich die deutsche Delegation im Kibbuz Shefayim, in der Nähe von Herzelya, um sich optimal auf die Spiele vorzubereiten. Wie schon bei der XV. Maccabiah im Jahre 1997 konnte das Team in Shefayim unter optimalen Bedingungen die ersten Trainingseinheiten in Theorie und Praxis vollziehen. Außerdem traf sich die Delegation, um die individuelle Ausrüstung zu verteilen und allen voran, um auf die Besonderheiten und Gefahren dieser Spiele aufmerksam zu machen.
Nach diesem kurzen Aufenthalt in Shefayim trennte sich das deutsche Team. Während die Erwachsenen über das ganze Land verstreut, jedoch zum größten Teil in Tel-Aviv und Haifa gewohnt haben, blieben die Jugendlichen, nicht nur aus Sicherheitsgründen in Zichron Ya`acov, unter sich.
Am Vormittag des 16. Juli, traf sich das deutsche Team, um gemeinsam an der Kranzniederlegung am Mahnmal von Tel-Aviv teilzunehmen. Das Mahnmal wurde zum Gedenken an die ermordeten israelischen Sportler während der 1972 in München stattfindenden olympischen Spielen errichtet.
Am Abend folgte die Eröffnungsfeier in Jerusalem, doch schon am Tag zuvor begannen die vereinzelten Disziplinen mit ihren ersten Wettkämpfen. In den, eigens für die jeweiligen Sportarten, wie z. B. Fechten, Basketball, Tennis oder Fußball gestalteten Standorten bzw. Hallen, zumeist in Tel-Aviv, Haifa und Jerusalem wurde um Medaillen geeifert.
Für die Deutsche Delegation war es sehr schwer, die Messlatte der letzten Europäischen Makkabispiele 1999 in Stirling/Schottland zu erreichen. Mit 12 Gold-, 3 Silber- und 7 Bronzemedaillen war das Team nicht nur die Nr. 1 in der Teamwertung – sogar noch vor England –, sondern absolvierte die erfolgreichsten Spiele in der Nachkriegsgeschichte überhaupt. Und trotzdem zeigten diese Spiele den deutlichen sportlichen Aufwärtstrend deutscher Sportler. Mit 9 Medaillen, davon 1 Gold-, 1 Silber- und 7 Bronzemedaillen lag das Team im Medaillenspiegel auf einem guten Platz. Dabei könnte man vielleicht noch mehr erreichen können, wenn, ja wenn nicht hoffnungsvolle Sportler aus Sicherheitsgründen ihre Teilnahme abgesagt hätten.
Umso mehr freute man sich auf die Sportler, die trotz der schwierigen Situation teilgenommen haben. So geschehen bei der einzigen Herren Mannschaftssportart Volleyball mit Wadim Beltschikov, Amnon Böttner, Dennis Frolov, Michael Rybak, Igor Veselovs, Ilya Yusufov, Boris Zeidelman, Obmann Michael Schmargon und Trainer Arkadij Berdichevski.
Dabei waren aber auch die Karatekämpfer Aleksandr Cinmans, Vladimir Dvorkin, Denis Suhoy, Enrique Wastavino, Obmann Salomon Abelski und sein Bruder Nachmann Abelski als Trainer, sowie Judospezialist Oren Knopfmacher.
Im Tischtennis stellte die deutsche Delegation mit Simon Falkowitsch, Raffael Johnen, Alexander Schapiro und Obmann Simon Bard, das wohl erfolgreichste Team. Dicht gefolgt von den Fechtern Igor Barski, Alexander und Michael Bondar, Peter Marduchajew und Obfrau Isabella Farkas, sowie den beiden Schwimmern Jonathan Ben-Schlomo und Michail Berenbein. Ärztlich betreut wurde die gesamte Delegation von Dr. Schimon Staszewski.
Beim Durchlesen dieser Namen fällt bereits auf, dass die meisten Teilnehmer jüdische Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion sind. Hieran lässt sich wohl am Besten zeigen und beweisen, dass die Integrationsarbeit, die einen wichtigen Arbeitsteil aller Makkabivereine Deutschlands ausmacht, ihre Früchte trägt.
Insbesondere bei dieser Maccabiah war nicht nur das Sportliche, sondern vielmehr die perfekte Organisation auf höchster Sicherheitsstufe und der herzliche Empfang eines jeden jüdischen Sportler egal aus welcher Herkunft, bemerkenswert. Bei solch einem Gefühl, bei solch einem Erlebniswert kann man verstehen, dass der sportliche Erfolg nicht ganz allein im Vordergrund der XVI. Maccabiah stand, sondern vielmehr der olympische Gedanke: "Dabei sein ist alles!"
Erstmals fand die Eröffnungsfeier der 16. Maccabiah im Teddy Kollek-Stadion zu Jerusalem statt
Nach dem schrecklichen Brücken-Unglück bei der 15. Maccabiah war das Motto für die 16. Maccabiah seitens der Veranstalter "Together towards the light". Und Nachdem die ersten sportlichen Veranstaltungen schon am Vortag begannen, wurde am Montag, den 16.Juli 2001 die Maccabiah mit einer beeindruckenden Feier, die apropos im 1. Israelischen Fernsehen und den verschiedensten TV Sendern auf der ganzen Welt und erstmals live im Internet.
Zum ersten Mal seit dem 70-jährigen Bestehen der Maccabiah fand die Eröffnungszeremonie in Jerusalem statt. Wegen der kritischen Situation waren schon Tage vorher umfangreiche Sicherheitsmassnahmen ergriffen worden. Und dennoch waren viele der Teilnehmer kurz vor der Eröffnungsfeier etwas ängstlich. Verstärkt wurden die Angstzustände zum einen, durch einen tatsächlichen Bombenanschlag in einer anderen Stadt und einem vereitelten Anschlag in der Nähe des Stadions.
Vor 14 000 Zuschauern im Teddy Kollek Stadion liefen die rund 3.200 Teilnehmer aus 58 Nationen vor den Augen des israelischen Präsidenten Moshe Katzav und dem Ministerpräsidenten Ariel Sharon an diesem Abend ein. Aber nicht nur große Politiker, sondern auch große Sportler, wie Lenny Krayzelburg waren anwesend. Der amerikanisch-jüdische Schwimmer russischer Herkunft, der bei der Olympiade in Sydney 2000 drei Goldmedaillen gewann, war der Fahnenträger beim Einmarsch der amerikanischen Mannschaft. Er verzichtete dabei sogar auf die zeitgleich stattfindenden Schwimm-Weltmeisterschaften in Japan.
Unter großem Beifall lief als erstes die Australische Delegation ein, unter ihnen 34 Sportler, die beim Einsturz der Brücke während der Eröffnungsfeier der letzten Maccabiah dabei waren. Die Deutsche Delegation umfasste 65 Teilnehmer, die alle glücklich darüber waren, an diesem Tag dabei sein zu können.
Nach dem Einmarsch der Delegationen wurde zunächst der Australischen Opfer des Unglücks vor vier Jahren, sowie der israelischen Sportler, die 1972 während der Olympischen Spiele in München ermordet wurden und der Opfer von Terror und Kriegen gegen Israel in einem Yiskor-Gebet gedacht. Im Anschluss folgten die Grußworte des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon. Während einer eindrucksvollen Show, die hunderte von Kindern und Jugendlichen gestalteten, wurden die Eide der Sportler und Schiedsrichter geleistet. Danach entzündete die israelische Schwimmerin und dreifache Medaillengewinnerin der Paralympics von Sydney, Keren Leibowitz, mit einer Fackel das Feuer der Maccabiah, bevor Präsident Moshe Katzav die Maccabiah endgültig für eröffnet erklärte. Die Feier endete mit einer farbenfrohen Abschlussinszenierung, an deren Höhepunkt alle Teilnehmer der Maccabiah ins Innenfeld des Stadions eingeladen wurden und gemeinsam feierten.
Junioren Maccabiah in Zichron Ya`acov
800 Jugendliche aus 20 teilnehmenden Ländern haben bei der zeitgleich stattfindenden Junioren Maccabiah teilgenommen. Diese fand, wie schon vier Jahre zuvor in Zichron Ya`acov einem kleinen Ort auf dem Weg von Tel Aviv nach Haifa statt.
Infolge der kritischen Sicherheitssituation in Israel haben auch viele Jugendliche Ihre Teilnahe an der Maccabiah abgesagt. Doch immerhin 400 Sportler kamen aus dem Ausland, um nicht nur an den Spielen teilzunehmen, sondern auch durch Ihr Kommen Ihre Solidarität mit dem Staate Israel zu bekunden. So auch die Deutsche Junioren Mannschaft.
Mit von der Partie waren die Schachspieler Irena Filter, Ewgenija Gorodetskaja und Alexander Marduhajev mit Obmann Dr. Isaak Lat, die Tennisspieler Sharon Fridman, Mirijam Heuberger und Rouven Gil Spinner, sowie die Tischtennisspieler Jakow Dizengof, Talli Jill Farkas, Inna Golbereg, Euguenij Milchin und Arie Wilder.
Geplant war außerdem eigentlich noch die Teilnahme einer jugendlichen Fußball-Großfeldmannschaft. Doch wegen der vielen Absagen, konnte man "nur" eine Junioren- Futsal- Mannschaft stellen, die am Hallenturnier mitmachte, denn hierfür wurden nur 11 Spieler benötigt. Unter Ihnen waren Leopold Blau, Pasqual Cohen, Daniel Gamse, Steven Guttmann, Jonathan Heuberger, Ron Hoffman, Mark Kahn, Doron Majngarten, Barry Norman, Micha Staszewski und David Weiner. Betreut wurde das Team von David Blau.
Vollkommen unvorbereitet auf die Halle konnte man in der schweren Gruppe dementsprechend auch keine Erfolge erwaten. So verlor man gegen die stark aufspielenden Ballkünstler aus Argentinien und Brasilien doch recht deutlich. Gegen Israel, Russland und der Türkei kam man schon viel besser ins Spiel und zeigte hin und wieder sein Können. Noch besser lief es aber bei den Schach- und Tischtennisspielern, wo allein vier der insgesamt neun deutschen Medaillen errungen werden konnte.
Doch auch hier war der sportliche Erfolg nur zweitrangig. Die Juniorenmaccabiah war sehr gut organisiert und dass, trotz der großen Sicherheits- und Ferienproblematik. Denn der große Vorteil dieser Maccabiah, nämlich das Stattfinden während der israelischen Ferienzeit, war auch gleichzeitig ein Nachteil, wegen der befürchteten zu großen Teilnahme israelischer Sportler und damit der gesamten Junioren-Teilnehmer an der Maccabiah überhaupt.
Wegen dem Mangel an möglichen Sportplätzen für solch eine große Anzahl an Teilnehmer in dieser kleinen Stadt, überlegten sich zunächst die Verantwortlichen einen Ortswechsel zu vollziehen. Doch waren die Mitbürger dieser Stadt so zuvorkommend, dass sie sogar Teilnehmer der Maccabiah über Shabbat zu sich nach Hause einluden und so allen Überlegungen zum Trotz die getroffene Entscheidung in Zichron Ya`acov zu bleiben bestätigten.
Auch wenn es große Sicherheitsbedenken gab, versuchte man das Junioren-Programm fast vollständig auszuführen, was aber nicht immer gelang. So fuhren die Jugendlichen, zusammen mit den erstmals teilnehmenden arabischen Mädchen, zu einer geplanten Reise in den Norden Israels, zum Galil. Dort angekommen musste man aber auch schon wieder den Heimweg, wegen einer Terrorwarnung antreten. Außerdem gab es aber noch Fahrten nach Jerusalem und Cäsaria.
Unbeirrt von der ganzen widrigen Umständen, wussten alle Teilnehmer die Situation zu nehmen wie sie kommt. So feierte man, nach den anstrengenden Wettbewerben tagsüber, jeden Abend an einem anderen Ort und konnte somit seine Lebenserfahrungen mit jüdischen Sportlern aus aller Welt austauschen. Mit zusätzlichem Abendprogramm wurden Sie den ganzen Aufenthalt über unterhalten, damit auch ja keine Sekunde langweilig wird.
Eine besondere Maccabiah
Es war eine ganz besondere Maccabiah, wobei die Unterschiede besonders denjenigen auffielen, die schon öfter dabei gewesen sind. Erst als die deutsche Mannschaft in Israel war, wurde jedem einzelnen bewusst, wie wichtig die Teilnahme für die Israelis selbst war. Noch nie zuvor war bei einer Maccabiah die Solidarität der Bevölkerung und die Verbundenheit zu diesen Spielen so stark zu spüren. Noch nie wurden Sportler so herzlich begrüßt und im Lande willkommen geheißen. Jedem Teilnehmer wurde klar, wie sehr dieses Land die Unterstützung aus "Chuz Laarez" (Ausland) braucht.
Die Eröffnungsfeier und ebenso die Abschlußfeier waren eindrucksvoll und werden den Teilnehmern in Erinnerung bleiben. Die sportlichen Ergebnisse waren nur zweitrangig, viel wichtiger war die Teilnahme als solches.
Wie wichtig die Teilnahe der deutschen Delegation an dieser Maccabiah war, zeigte aber auch der großartige Empfang der heimkehrenden Berliner Sportler auf dem Schönefelder Flughafen. Jeder einzelne wurde dort von dem israelischen Botschafter Schimon Stein und dem Vizepräsident des Landessportbundes Berlin, Herr Dietrich Gerber begrüßt. Sie dankten dabei allen Teilnehmer, dass sie trotz oder gerade wegen der schwierigen Situation den Weg nach Israel gefunden haben und an der Maccabiah teilgenommen haben.
Medaillenspiegel
1xGold
Schach Junioren:
- Filter, Irena (Berlin)
1xSilber
Tischtennis Junioren Team:
- Dizengof, Jakow (Kaiserslautern)
- Milchin, Ewgenij (Düsseldorf)
- Wilder, Arie (Düsseldorf)
7xBronze
Fechten Florett Team:
- Barski, Igor (Stuttgart)
- Bondar, Alexander (Rostock)
- Bondar, Michael (Rostock)
- Marduchajew, Peter (Bochum)
Karate:
- Abelski, Salomon bis 70 kg (Düsseldorf)
- Wastavino, Enrique bis 60 kg (Hamburg)
Schwimmen intern. Mix Team:
- Ben Schlomo, Jonathan (Sexau)
Tischtennis Junioren Einzel:
- Milchin, Ewgenij (Düsseldorf)
Tischtennis Junioren Doppel:
- Milchin, Ewgenij (Düsseldorf)
- Wilder, Arie (Düsseldorf)
